Holzbau & Klima
Der Baustoff, der nachwächst
Warum Bauen mit Holz dem Klima hilft – und wie eine Aufstockung neuen Wohnraum schafft, ohne einen Quadratmeter Boden zu versiegeln.
Beim Bauen wird über kaum etwas so viel geredet wie über CO₂ – und kaum ein Baustoff steht dabei so gut da wie Holz. Ein Baum bindet über sein Leben Kohlenstoff aus der Luft. Wird das Holz verbaut statt verbrannt, bleibt dieser Kohlenstoff im Haus gebunden, solange das Haus steht. Zement und Ziegel setzen bei der Herstellung dagegen große Mengen CO₂ frei.
Für uns ist das keine Marketing-Zeile, sondern Alltag: Wir verarbeiten Konstruktionsvollholz aus Wäldern der Region, binden es in unserer Halle in Friedberg ab und bauen damit Dachstühle, Anbauten und ganze Aufstockungen. Auf dieser Seite erklären wir, was dahintersteckt.
Warum Holzbau CO₂ speichert
Ein Kubikmeter verbautes Nadelholz bindet rund eine Tonne CO₂ – dauerhaft, solange das Holz im Bauwerk bleibt. In einem durchschnittlichen Dachstuhl stecken schnell mehrere Kubikmeter, in einer Aufstockung noch deutlich mehr.
Heimisches Konstruktionsholz mit kurzen Transportwegen statt energieintensiver Baustoffe.
Holzfaser- und Zellulosedämmung, die den Wohnraum sommers wie winters ausgleicht.
Vorfertigung in der Halle: weniger Verschnitt, weniger Baustellenverkehr, kürzere Bauzeit.
Rund 1 t CO₂ je m³ Fichte
Aufstocken statt versiegeln
Die klimafreundlichste Art, Wohnraum zu gewinnen, ist die, für die kein neuer Boden versiegelt wird. Eine Aufstockung nutzt die vorhandene Grundfläche – das leichte Gewicht von Holz macht sie oft möglich, wo ein massiver Aufbau die Statik überfordern würde.
So läuft eine Aufstockung bei uns ab: Zuerst prüfen wir mit einem Statiker die Tragreserven des Bestands. Dann fertigen wir Wände und Dach als Elemente in der Halle vor. Auf der Baustelle wird das alte Dach abgetragen und das neue Geschoss in wenigen Tagen aufgesetzt – das Haus bleibt bewohnbar, die offene Phase ist kurz.
Häufige Fragen zu Holzbau & Klima
- Konstruktionsholz brennt kontrolliert und langsam ab – es bildet eine Kohleschicht, die den Kern schützt. Tragende Holzbauteile werden auf ihre Feuerwiderstandsdauer bemessen und erfüllen dieselben Brandschutzanforderungen wie andere Bauweisen.
- Ja. Fachwerkhäuser in der Friedberger Altstadt stehen seit Jahrhunderten. Entscheidend ist der konstruktive Holzschutz – also dass Holz trocken bleibt und Feuchtigkeit abtrocknen kann. Genau darauf legen wir bei Planung und Detailausbildung Wert.
- Die reinen Materialkosten liegen ähnlich, oft macht die kurze Bauzeit den Unterschied: Weil wir in der Halle vorfertigen, steht der Rohbau in Tagen statt Wochen. Das spart Gerüst-, Bauzeit- und Ausfallkosten. Sie bekommen von uns immer einen Festpreis, mit dem Sie rechnen können.
- Wir beziehen Konstruktionsvollholz überwiegend aus Wäldern der Region und arbeiten mit Sägewerken, die nachhaltige Forstwirtschaft nachweisen können. Kurze Wege sind uns wichtig – für die Ökobilanz und für die Qualität.
Sie tragen sich mit einem Holzbau-Gedanken?
Ob Aufstockung, Anbau oder neuer Dachstuhl – wir sagen Ihnen beim kostenlosen Vor-Ort-Termin ehrlich, was mit Holz möglich ist und was es kostet.